Tagesgeld Vergleich Deutschland 2026
Der EZB-Einlagenzins liegt Anfang 2026 bei 2,50 %. Die besten Tagesgeldkonten für deutsche Sparer preisen leicht darüber – wer bereit ist, auch ausländische EU-Banken zu nutzen, deutlich darüber.
Welche Bank zahlt aktuell die höchsten Tagesgeld-Zinsen?
Der deutsche Tagesgeldmarkt teilt sich Anfang 2026 in drei Gruppen. Direktbanken (ING, DKB, Consorsbank, Comdirect, 1822direkt) bieten Neukunden-Aktionen im Bereich 2,75–3,25 % p.a., meist über 3–6 Monate und mit Einlagenobergrenzen um 250.000–500.000 €. Nach der Aktionsphase gilt der Bestandskunden-Zins, der aktuell zwischen 1,0 % und 1,8 % liegt.
Die zweite Gruppe sind digitale Vollbanken und Broker mit Bankstatus. Trade Republic zahlt 2,50 % p.a. dauerhaft auf das Verrechnungskonto ohne Aktionsdeckel bis 50.000 €. N26 (im Metal-Tarif), Openbank und C24 Bank spielen ähnliche Karten.
Die dritte Gruppe sind grenzüberschreitende EU-Angebote über Plattformen wie PickTheBank und Weltsparen: baltische, maltesische und bulgarische Banken zahlen 2,90–3,10 % p.a. auf Tagesgeld, jeweils DGSD-geschützt bis 100.000 € im Sitzland.
Aktionszins vs. Bestandskunden-Zins
Der wichtigste Unterschied zwischen einem 3,25 %-Angebot und einem 2,50 %-Angebot liegt selten im Zinssatz selbst, sondern in der Dauer. Aktionszinsen gelten typischerweise 3, 4 oder 6 Monate; danach fällt der Zins automatisch auf den Bestandskunden-Satz, der meist deutlich niedriger ist.
Beispielrechnung: 100.000 € bei 3,25 % über 4 Monate = 1.083 € brutto; die restlichen 8 Monate bei 1,50 % Bestandskunden-Zins = 1.000 € brutto. Effektiver Jahreszins: rund 2,08 %.
Wer den Aktionszins voll ausnutzen möchte, wechselt entweder nach der Aktionsphase zur nächsten Bank ('Zinshopping') oder wählt von vorneherein einen dauerhaft konkurrenzfähigen Anbieter wie Trade Republic.
Einlagensicherung und Steuern
Jede in Deutschland zugelassene Bank ist Mitglied der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) und deckt Einlagen bis 100.000 € pro Einleger und Bank ab. Private Banken sind zusätzlich Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, der über die 100.000 € hinaus schützt.
Auf Tagesgeldzinsen fallen 25 % Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die KapESt) an, insgesamt 26,375 %. Für Kirchenmitglieder kommt Kirchensteuer hinzu. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person (2.000 € bei Verheirateten).
Bei ausländischen EU-Banken (z. B. estnisch, bulgarisch) fällt in der Regel keine Quellensteuer an; die Zinsen sind aber vollständig in der deutschen Steuererklärung anzugeben. Die automatische Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern erfolgt über DAC2/CRS.
Frequently asked questions
- Anfang 2026 liegen die besten Aktionszinsen bei 3,00–3,25 % (ING, C24, Consorsbank). Trade Republic zahlt 2,50 % dauerhaft. Grenzüberschreitende EU-Angebote erreichen 3,10 %.
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